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Korsette



Wie wird die Diagnose gestellt?

Den ersten Schritt zur Diagnose stellt meist der Kinder- oder Schularzt. Aber selbst Eltern können als Laien u. U. eine Skoliose-Erkrankung ihres Kindes erkennen.

Der Arzt betrachtet den Rücken klinisch. Besonders aufschlussreich ist das Rückenprofil in Vorbeuge. Der Patient muss dabei die Knie gleichmäßig durchdrücken und die Arme hängen lassen.

Ist in dieser Position ein seitlicher Profilunterschied sichtbar, ist die Wahrscheinlichkeit einer skoliotischen Deformität hoch.

In diesem Fall sollte eine Überweisung zum Facharzt für Orthopädie erfolgen.

Der Orthopäde wird neben der klinischen Untersuchung in der Regel eine gezielte Röntgendiagnostik durchführen. Standard ist eine Ganzaufnahme der Wirbelsäule.


Die Bedeutung von Skoliose

(altgriechisch: σκολιός, skolios „krumm“) ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Rotation (Verdrehung) der Wirbel, welche nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden kann. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen die sich kompensieren um das Körpergleichgewicht aufrecht zu erhalten (S-Form).

Nach den verschiedenen Krümmungen wird grob zwischen Brustkorbkrümmungen (Thorakalskoliosen), Lendenkrümmungen (Lumbalskoliosen), Brustkorb-Lendenkrümmungen (Thorakolumbalskoliosen) oder Doppel-S-Krümmungen (engl. Double Major) unterschieden.


Ursachen von der Skolioseerkrankung

Die Skoliose zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Sie entsteht und verschlechtert sich während der Jugend in Zeiten verstärkten Körperwachstums, zum Beispiel in den pubertären Wachstumsschüben.

In etwa 80 % aller Fälle ist die Ursache unbekannt. Diese Skoliosen werden als idiopathisch bezeichnet. Idiopathische Skoliosen kommen bei Mädchen etwa viermal häufiger vor als bei Jungen. Die idiopathische Skoliose hat nichts mit der sogenannten Säuglingsskoliose zu tun. Sie tritt hauptsächlich in Phasen vermehrten Skelettwachstums auf.

Die verbleibenden 20 % entstehen in Folge von Wirbelfehlbildungen, wie zum Beispiel dem Klippel-Feil-Syndrom, Nerven- und Muskelerkrankungen, wie beispielsweise Polio, Erkrankungen des Bindegewebes, des Knochenstoffwechsels, durch Gewalteinwirkung und Amputationen, wie zum Beispiel nach Unfällen oder Tumoroperationen, durch schwere Narbenbildung, beispielsweise bei Kindern nach Herzoperationen, oder Beinlängendifferenzen.


Diagnosen bei Skoliose

Skoliose wird in der Früherkennung am besten durch einen Vorbeugetest festgestellt. Dabei neigt sich der Patient mit locker hängenden Armen nach vorne. Eine zweite Person blickt von hinten über die Wirbelsäule und erkennt eventuell Asymmetrien wie Hüftprominenz, einseitig erhöhte Rippen oder Schulterblätter, verkrümmter Verlauf der Wirbelsäule.

Die Wirbelsäulenverkrümmung wird anhand eines Röntgenbildes der ganzen Wirbelsäule im Stehen vermessen. Bei der Aufnahme eines solchen Röntgenbildes von vorne wird der Krümmungswinkel gemessen. Mögliche Rippen- oder Wirbelfehlbildungen können so erkannt werden. Durch diese Information kann eine idiopathische Skoliose beziehungsweise eine angeborene Skoliose diagnostiziert werden. Bei der Aufnahme von der Seite lässt sich zudem erkennen, ob in dieser Ebene Wirbelfehlbildungen vorliegen bzw. ob in diesem Bereich der Brustwirbelsäule ein Hohlrücken vorhanden ist.


Chéneau-Korsett

Als Chéneau-Korsett wird ein sog. aktives Inspirations-Derotations-Korsett bezeichnet, das als Orthese 1978 von Jaques Chéneau in die Behandlung der Skoliose eingeführt wurde.

Es wird bei Patienten angewendet, die sich im Wachstumsalter befinden und an einer progredienten idiopathischen Skoliose mit einem COBB-Winkel ab ca. 20° leiden, wobei es nur zur Körperpflege abgenommen werden sollte.

Obwohl es zwischenzeitig durch Rigo in Barcelona und Weiß in Bad Sobernheim deutliche Veränderungen erfuhr, sind die Grundprinzipien gleich geblieben: Grundsätzlich kann die Korrektur der Skoliose nur dann erreicht werden, wenn sie die dreidimensionale Verformung des Rumpfes ausgleicht, also die Verkürzung in vertikaler Richtung, die Seitenabweichung in transversaler Richtung und die Verdrehung um die Längsachse. In jeder dieser Richtungen ist die Wirbelsäule verdreht. Es muss also eine dreidimensionale Derotation der Wirbel vorgenommen werden.

Dies wird gewährleistet, indem das Chéneau-Korsett asymmetrisch gebaut ist und neben Druckzonen (Pelotten) auch Freiräume (Expansionszonen) bildet.

Daraus erstellt der Orthopädie-Mechaniker das Korsett mit drei Druckpunkten, die - wie beim Milwaukee-Korsett der Halsring - als Mahnpunkte den Träger des Korsetts anregen, aktiv die Fehlhaltung auszugleichen. Deshalb macht auch nur die Kombination aus Korsettbehandlung und krankengymnastischer Übungsbehandlung einen Sinn. Becken und oberer Thoraxanteil werden fixiert. Dazwischen werden nach dem Drei-Flächen-System Druck und Entlastung so verteilt, dass daraus eine Derotationswirkung in allen drei Ebenen erfolgt.

In unserem Hause wird nach einer speziellen Spiegelungskorrektur und einem Derotationsprinzip ein hochkorrigierendes Korsett mit hoher Verträglichkeit individuell gefertigt.

Entgegen früherer Empfehlungen beträgt die Tragezeit bei diesen hochkorrigierenden Orthesen meist 16 bis 18 Stunden. Alle Sportarten bis auf wenige Ausnahmen sind erlaubt. Die Ausnahmen sind zu erfragen. Begleitend zur Korsetttherapie ist Krankengymnastik nach Katharina Schroth dringend notwendig. Ein Intensiv-Rehabilitations-Aufenthalt in einer Skolioserehabilitationseinrichtung ist zu empfehlen.


Prognose bei Skolioseerkrankung

Die Prognose der Skoliose ist stark abhängig vom Alter des betroffenen Patienten bei Beginn der Erkrankung, von der zu Grunde liegenden Ursache und vom Zeitpunkt der Diagnosestellung bzw. dem Beginn einer effektiven Therapie.

Skoliosen beim Säugling haben in der Regel eine gute Prognose. Oft ist eine Ausheilung hier allein durch eine konsequente Bauchlagerung im Zusammenhang mit krankengymnastischer Behandlung möglich.

 

Auch die idiopathischen Skoliosen des Kindes- und Jungendalters können bei frühzeitiger Erkennung und adäquater konsequenter Behandlung häufig wirksam korrigiert werden. Je später die Erkrankung festgestellt wird, desto aufwendiger und belastender sind jedoch die Therapiemaßnahmen. Eine regelmäßige Kontrolle, vor allem während der Wachstumsschübe und in der Pubertät, ist daher entscheidend für den Krankheitsverlauf.


Standards für die konservative Skoliosebehandlung des AK Skoliose der DGOT

  1. Die konservative Skoliosenbehandlung sollte nur derjenige Facharzt für Orthopädie übernehmen, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit intensiv mit der Korsettversorgung beschäftigt hat, sich darin weitergebildet hat und mit ihr vertraut ist. Eine regelmäßige Versorgung mit einem im Korsettbau erfahrenen Orthopädietechniker gemeinsam am Patienten muss gewährleistet sein.
  2. Die Indikation zur Korsettversorgung bei idiopathischen Skoliosen ist außer vom Röntgenbefund von vielen anderen Faktoren abhängig, wie beispielsweise Rotationszeichen, familiäre Skoliosenbelastung, Bandlockerheit sowie Skoliosetyp(Prognose). Eine Korsettversorgung sollte bei nachgewiesener oder begründeter zu erwartender Progredienz erfolgen. Unter nachgewiesener Progredienz wird ein Fortschreiten der Skoliosekrümmung von mehr als 5° Cobb innerhalb von 6 Monaten verstanden. Der Indikationsbereich der Korsettversorgung liegt in jedem Fall zwischen 20° und 40° Cobb bei mindestens einem Jahr noch zu erwartender Zeit bis zur endgültigen Skelettreife. Auch bei einem Skoliosekrümmungswinkel über 40° Cobb ist in Einzelfällen eine Korsettversorgung sinnvoll. Dieses gilt besonders für infantile und juvenile idiopathische Skoliosen, bei denen noch relativ viel Längenwachstum zu erwarten ist.
  3. Kongenitale und neuromuskuläre Skoliosen sollten in Zusammenarbeit mit einer Spezialabteilung oder Klinik behandelt werden.
  4. Bei hochthorakalen idiopathischen Skoliosen ist in Höhe des Schultergürtels die Skoliosekrümmung einer konservativen Korsettbehandlung nicht direkt zugänglich. Mit dem Korsett kann aber die Prgredienz der Ausgleichkrümmung verhindert werden, die oftmals stärker ist, als die der primären Krümmung.
  5. Bei der Korsettgewöhnung sind die Überwachung der Haut, die Hautpflege und das Erlernen der krankengymnastischen Übungen von großer Wichtigkeit. Die Korsetteingewöhnung in Gesellschaft anderer Skoliosepatienten mit Korsett, führt zum Aufbau einer guten Tragemoral der Jugendlichen. Die Eltern müssen fachkundig über die Hautpflege, Korsettpflege, das KG-Programm, sowie Schul- und Freizeitsport informiert sein. Es ist günstig, wenn auch die Eltern der korsetttragenden Kinder ihre Erfahrungen im Gespräch mit anderen betroffenen Eltern austauschen können. Eine stationäre Krankenhausbehandlung in einer Spezialabteilung für Wirbelsäulenorthopädie ist bei der Erstversorgung mit einem Korsett nicht zwingend geboten. Sie bietet aber Vorteile, insbesondere wenn eine nicht ausreichende Erfahrung bei der Korsettversorgung vorliegt.
  6. Vor einer Korsettversorgung sollten Röntgenaufnahmen im Stehen in zwei Ebenen in standardisierter Röntgentechnik, und in besonderen Fällen Zusatzaufnahmen angefertigt und ausgewertet werden. Weitere Röntgenkontrollen brauchen dann nur noch im sagittalen Strahlengang (a-p oder p-a) auf einem Filmformat von 60x30 cm evtl. in low-dose-Technik durchgeführt werden.
  7. Das Ergebnis der Korsettversorgung muss unbedingt in einer Röntgenaufnahme der Wirbelsäule, im sagittalen Strahlengang, im Stehen, mit Korsett bei markierten Pelotten überprüft werden.
  8. Bei einer idiopathischen Skoliose sollte die Korrektur der Skoliosekrümmung in einer Derotationsorthese innerhalb von 3 Monaten 30 bis 50 % Besserung gegenüber dem Ausgangskrümmungswinkel erreichen.

… auch noch zur Erkennung des Wachstumspotentials:

  • linke Hand Röntgen = Os pisiforme als letzte Ossifikation
  • geschlechtsorganreife Mensis beim Mädchen
  • Stimmenbruch beim Jungen

Therapie

Konservativ: Langzeitkontrollen, Krankengymnastik, Korsettbehandlung, evtl. Lagerungsmaßnahmen.

Operativ: Vorbereitung durch Extension (Halo) und lockernde Krankengymnastik

Technik: Mobilisierung und Streckung der Krümmung durch dorsalen oder/und ventralen Zugang mit Fixierung durch spezielle Instrumentarien. Danach Korsett bis zur Ausheilung.

Interessante Quellenhinweise:

www.bundesverband-skoliose.de
www.skoliose-info-forum.de
www.skoliose.com
www.reiss.info


Skoliose Bild – Behandlungsverlauf im Vergleich von 2 Jahren


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